Artikel zum Thema »Lesestoff«

TUBUK-Tipps mit langen Ohren

Mittwoch, April 6th, 2011

Für kleine und große Osterhasen haben wir jetzt schon ein kleines Osternest gebastelt, in dem ihr nach Lust und Laune stöbern könnt. Viel Spaß!

Hasenlenz
Es liegt was in der Luft, das fühlt Hassu Hase ganz tief drinnen. Etwas Luftiges, Leichtes, etwas Besonderes. »Das ist der Lenz«, erklärt die Hasenmutter. Aber wer Lenz denn nun genau ist, das verrät sie nicht. Das muss Hassu alleine herausfinden.
zum Buch bei TUBUK »
Maler Moll
»Ich bin der Maler Moll und male ganz schön toll. Ich bin zwar nur ein Hase, male meistens mit der Nase. Mit der Pfote male ich Blumen, Möhren und auch dich. Auch Ohren sind zum Malen da: Leinwand hie und Leinwand da.«
zum Buch bei TUBUK »
Der Reggaehase Boooo
Der König des Reggaewaldes hat den Proberaum geschlossen, weil er nicht mehr tanzen kann. Der Reggaehase Boooo will unbedingt wieder Musik hören und bittet drei Tanzlehrer aus der ganzen Welt um Hilfe. Doch weder Mohammed Kamel noch Enrique Papagei noch Schlomo Katze können den alten muffligen König zum Tanzen bringen!
zum Buch bei TUBUK »
Ein Waldwicht fliegt in den Oman
Was macht ein kleiner Wicht, dem es in seinem Wald zu eng wird? Er sucht sich ein reiselustiges Raschelblatt und fliegt mit ihm einmal um die ganze Welt. Melanie Laibl und Dorothee Schwab haben seine Abenteuer dokumentiert – in feinsinnigen Reimepisoden und überbordenden Bildern. Mit Waldwicht-Lied zum Mitsingen und Waldwicht-Weltkarte fürs Kinderzimmer.
zum Buch bei TUBUK »
Rita das Raubschaf und der Ruf der Karibikwölfe
Rita und Ruth schlürfen Kokosnuss-Cocktails und genießen das lässige Leben in der Karibik. Doch immer nur in der Hängematte herumlümmeln ist auf die Dauer auch langweilig. Da kommt der knurrige Karloff wie gerufen: Rita und Ruth sollen aus seinem zarten Sohn Rocco einen waschechten Wolf machen!
zum Buch bei TUBUK »
Der Sonnenwecker
»Gib acht, mein Sohn«, sagt der große Hahn zum kleinen Hahn, »ich gehe und wecke die Sonne.« Damit steigt er auf den Misthaufen und lässt sein gewaltiges Krähen ertönen – wie jeden Tag. Eines Morgens aber kräht der alte Hahn nicht mehr…
zum Buch bei TUBUK »

Wortspiele 2011: Xaver Bayer im Gespräch

Dienstag, März 8th, 2011

In München geht an diesem Donnerstag das internationale Literaturfestival Wortspiele in eine neue Runde. Das Festival findet jährlich in München und Wien statt und präsentiert spannende Stimmen der jungen Literaturszene.

Wir haben das Festival zum Anlass genommen, um mit Xaver Bayer über seinen gerade erschienenen Roman »Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen« zu sprechen, den du bei TUBUK im März testlesen kannst. Xaver Bayer liest am 10. März bei den Wortspielen in München, außerdem am 31. März bei den Wortspielen in Wien. Wie der ungewöhnliche Roman entstanden ist, den man live vorgelesen auf keinen Fall verpassen sollte, erzählt uns Xaver Bayer im Interview.

Lieber Xaver, dein neues Buch ist ein Experiment: In einem langen Satz macht das erzählende Ich eine Beobachtung nach der anderen und verknüpft diese zu neuen Empfindungen. Wie bist du auf die Idee gekommen, den Roman in dieser Form zu schreiben?

Ich hatte seit einigen Jahren schon die Idee, einen ganzen Tag, vom Erwachen bis zum Einschlafen, möglichst deckungsgleich mit der Wirklichkeit zu protokollieren, also mit allen vermeintlichen Nebensächlichkeiten und Bedeutsamkeiten, allen Gedanken, Assoziationen, Erinnerungen, Phantasien, Bewegungen, Handlungen, Äußerungen. Freilich würde das ausufern, also habe ich mich hier auf eine kürzere Zeitspanne beschränkt. Und da der Fluss der Gedanken in meinem Kopf nie wirklich abreißt, höchstens springt oder changiert, lag es auf der Hand, sich diesem Lauf oder Verlauf in der Form anzugleichen. Mir schwebte auch so eine Art von natürlicher Cut-up-Methode vor. Außerdem mag ich, dem Sprachmelodie und -rhythmik wichtig sind, musikalische Stücke, die durch Rhythmik und klangliche Wiederholungen oder Monotonien eine hypnotische Wirkung erzeugen, was ja von manchen Leuten, insbesondere die neuere Musik betreffend, als Motorik-Sound bezeichnet wird. Ich habe also versucht, etwas hinzubekommen, das sich diesen Vorstellungen annähert.

Ich habe mich an einen Film erinnert gefühlt, der in einer langen Einstellung, ohne Filmschnitt, gedreht wird. Bist du vielleicht auch durch filmisches Erzählen beeinflusst?

Freilich. So schätze ich zum Beispiel die sorgfältige und ausführliche Weise, wie Ozu seine Filme gedreht hat, sodass im Fluss der Erzählung die große Bedeutung der Nuancen angedeutet wird, denn sie sind es ja meistens, die wie unsichtbare Zwerge den Alltag tragen. Aber auch das Zerhackte des von Bild-zu-Bild-Fallens oder -Springens beim Fernsehen oder beim Internetsurfen, das Digitale, beeinflussen mich, wobei ich oft das Gefühl habe, dass sich so ein Bildertrubel zu einem surreal-systemischen Gebilde verselbständigt, so eine Art von lebendem Merzbau vielleicht.

Beim Lesen hat man das Gefühl, der Text erschafft eine eigene Wirklichkeit. War es schwer, den Strom von Empfindungen, der scheinbar ganz natürlich vor dem Auge des Lesers abläuft, so zu beschreiben?

Ich habe seit zwei, drei Jahren ein Notizbuch geführt, in das ich Beobachtungen und Gedankengänge oder auch nur einzelne Wörter eingetragen habe, und das habe ich – dem oben erwähnten Vorhaben entsprechend – vom ersten bis zum letzten Moment des Bewusstseins an einem Tag in Hinblick auf eine zukünftige Verwendung gefüllt. Ich habe dann nur gemerkt, dass es zum einen eben zu umfassend werden würde, und zum anderen hat es begonnen mich zu langweilen, etwas sozusagen für später anzuhäufen, etwas zu horten. Also habe ich mich an die Arbeit gemacht, als ich fühlte, dass mir bei noch längerem Warten mit diesem Projekt das Interesse abhanden kommen könnte.

Du lässt in deinem Buch zahlreiche Reiseerfahrungen anklingen, darunter Paris und Asien. Was bedeuten für dich Reisen und Schreiben?

Eine gute Kombination. Man ist aus dem Häuschen, und das ist der Phantasie zuträglich.

Vielen Dank für das Gespräch!

Xaver Bayer wurde 1977 in Wien geboren, wo er auch lebt. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2008 mit dem Hermann-Lenz-Preis. »Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen« ist sein fünfter Roman. Er ist im Salzburger Jung und Jung Verlag erschienen.

Zum Buch bei TUBUK »

Lesetipp: Dichtung aus Nah- und Fernost

Freitag, Februar 11th, 2011

Städte aus Frauen

Wo du warst und wo du bist

Ihr glaubt mir nicht?

Von Tunesien bis Ägypten brodelt es momentan gewaltig: Alte Despoten werden von ihrem Volk aus dem Amt gedrängt. Straßenschlachten und Friedensdemos beherrschen die Nachrichtensendungen. Dabei gerät schnell in den Hintergrund, was die Literaturszene in Nah- und Fernost zu bieten hat. Drei Dichter und Erzähler stellen wir dir diese Woche vor. Eine spannende Entdeckungsreise!

Murathan Mungan: Städte aus Frauen

Städte aus Frauen

Eines der großen existenziellen Themen, das die unterschiedlichsten Frauen und Schauplätze in Murathan Mungans neuem Roman miteinander verbindet, ist die Fragilität der Selbstbilder. Es kann eine zufällige Begegnung mit einem fremden Mann sein, die eine geplante Hochzeit in Frage stellt; oder der Anblick eines toten Mädchens, der radikale Brüche im eigenen Leben sichtbar macht. Westeuropäische und orientalisch geprägte Lebensmodelle treffen aufeinander, und am Ende kreuzen sich die Lebenswege der Frauen am Busbahnhof von Istanbul.

Zum Buch bei TUBUK »

Mahmoud Darwish: Wo du warst und wo du bist

Wo du warst und wo du bist

Mahmoud Darwish ist die wichtigste poetische Stimme Palästinas und der wohl populärste arabische Lyriker der Gegenwart. Seine Gedichte werden wie Volkslieder gesungen, seine Lesungen ziehen Tausende in ihren Bann. Auch wenn Darwish als Symbol des palästinensischen Widerstands gilt, bleibt seine Lyrik stets auf Entdeckungsreisen nach Poesie im Alltäglichen, um es im Allgemeinmenschlichen aufzuheben. Er versucht, die Vision eines großen gerechten Friedens zu verwirklichen, der den Dialog zwischen zwei Stimmen und zwei Sichtweisen fördert, ohne dass die eine sich der anderen gewaltsam aufzwingt.

Zum Buch bei TUBUK »

Jasimuddin: Ihr glaubt mir nicht?

Ihr glaubt mir nicht?

Wie kein anderer erfasste der bengalische Schriftsteller Jasimuddin, der vor mehr als 30 Jahren starb, die Seele der Menschen zwischen Ganges und Brahmaputra. Und wie kein anderer skizzierte er das Leben der Fischer und Reisbauern so liebevoll und gleichzeitig so ironisch. Da wird ein Milchmann zum Dichter und einer Prinzessin fällt eine ganze Ziegenherde ins Auge. Da betrügen sich zwei Strolche in gegenseitiger Hochachtung und ein König sucht nach dem faulsten aller Faulenzer im Palast.

Zum Buch bei TUBUK »

Krimis bei TUBUK

Freitag, Januar 28th, 2011

Krimis und Thriller sind die heimlichen Stars der Bestsellerlisten.Coole amerikanische Cops, melancholische skandinavische Settings oder deutsche Großstadt-Tristesse versprechen Kassenerfolg.

Beim näheren Hinsehen sind die Strickmuster aber doch immer gleich. Wenn du Hochspannung magst, aber mal etwas Neues entdecken willst, helfen dir unsere fünf Krimitipps bestimmt weiter. Garantiert keine Mainstream-Kost!

Bei Louise Welshs Alphabet der Knochen taucht ein Literaturprofessor in einen alten Kriminalfall ein, in Der Springer entwickelt sich eine menage-a-trois mit tödlichem Ausgang. Grotesk wird es im österreichischen Bad Fucking und harte Kost wird serviert bei Keine Wunde, nichts und Nazi Paradise. Hier die Titel im Überblick: